Ein kleines Dorf in den Bergen, jeder kennt jeden. Als bei einem Jagdausflug ein Mord geschieht, ist automatisch jeder verdächtig. Journalistin Magdalena Hansson, eigentlich im Mutterschaftsurlaub, sticht in ein Wespennest.

 

Auf wenige Tage und einen winzigen Ort beschränkte Handlung. Da kommt Spannung auf! Vor allem auch durch das Verschwinden der 13 Jährigen Alva und die nachfolgenden Ereignisse.

 

Warum das Buch allerdings als Värmland-Krimi 1 bezeichnet und nicht in die Reihe um Hagfors eingereiht wird, verstehe ich nicht, denn der Krimi spielt im selben Ort und mit den selben Protagonisten. Vielleicht weil mit Petra Wilander eine neue Figur eingeführt wurde. Sehr gut hat mir im Buch Hansson gefallen: ihre kleine Tochter fordert ihr alles ab, was ich sehr authentisch fand.

 

Skandinavische Krimis sind ja per se immer ein wenig düster. Auch hier fand ich die Hintergrundstimmung sehr gut herausgearbeitet. Man kann sich förmlich den einsamen Wald vorstellen, durch den Bodil auf der Suche nach ihrer Tochter irrt.

Die Auflösung kommt quasi in letzter Minute und ist sehr überraschend, was ich sehr gern mag, denn es gibt nichts Schlimmeres in einem Krimi, als wenn man schon auf S. 50 weiß, wer der Mörder ist.

 

 

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf das neue Buch, das im Januar 2018 bei Lübbe erscheinen und „Stets sollst du schweigen“ heißen wird.