Nemez und Sneijder sind zurück. Und wie! Das Buch beginnt gleich mit einem Paukenschlag und verliert bis zum Ende nicht an Spannung. Man mag es kaum aus den Händen legen. Leider hat mich die Müdigkeit dann gestern doch noch übermannt und ich musste bis heute bis zur Auflösung warten.

 

Sabine Nemez ist auf der Suche nach den Hintergründen einer Selbstmordserie im BKA. Doch wo ansetzen, wenn doch alle schweigen? Mit viel Geduld und ein klein wenig Unterstützung ihres Mentors Marten S. Sneijder gelingt es ihr langsam, sich ein Bild zu machen. Doch dann kommt sie einem der Täter zu nahe – und begibt sich in Lebensgefahr.

 

Gut, man weiß, dass die Protagonisten in solchen Büchern nicht sterben, aber das hindert einen nicht, dennoch mit ihnen mitzubibbern und die Luft anzuhalten. Und dieses Mal ist es wirklich wieder knapp. Grubers Charaktere habe ich mittlerweile lieb gewonnen. Auch Marten S. Sneijder, auch wenn der oft wie ein Kotzbrocken agiert. Aber seine schnoddrige Art ist oftmals auch zum Schmunzeln. Wenn ich auch mit so einem Kollegen nicht arbeiten könnte.

 

Der Fall scheint ziemlich unlösbar und doch gelingt es Sabine, einen losen Faden zu finden und die Hintergründe langsam aufzudröseln. Gleichzeitig läuft ein Handlungsstrang im Hintergrund, der ein paar Tage vor den Ereignissen stattfindet und noch mehr verrät, vor allem die Zusammenhänge. So muss nicht am Ende (was ja eh immer unglaubwürdig wirkt) der Täter noch alles gestehen, bevor er sein letztes Opfer tötet. Etwas überrascht hat mich das Ende, denn erst quasi auf der allerletzten Seite wird noch ein weiterer Aspekt aufgelöst. Es bleibt also spannend!

 

Fazit: Gruber hat mit Nemez und Schneijder ein tolles Team geschaffen und er verspricht weitere Thriller mit den beiden, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.