7 Jahre nachdem sie aus der Gewalt eines Entführers entkam, begibt sich Flora Dane auf einen Feldzug. Sie macht es sich zur Aufgabe,  potentiellen Opfern zu helfen. Dabei schlägt sie schon mal über die Stränge. Und gerät erneut ins Visier eines Entführers. Doch sie hat dazu gelernt…

 

Das Buch beginnt gleich recht grausam: als Flora in der Kiste aufwacht und sich nicht bewegen kann. Da entsteht gleich Kopfkino vom Feinsten. Leider flacht die Spannung dann erst einmal etwas ab und es dauert ganz schön lange, bis sich der Spannungsbogen wieder wölbt. Dabei startet auch das erste Kapitel noch ganz viel versprechend. Flora wird in einer Garage gefangen gehalten und muss ihrem Entführer entkommen. Der Teil war noch klasse. Doch dann verliert sich die Handlung etwas in Belanglosigkeiten und erst als Flora erneut entführt wird war ich so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ihr Martyrium wird jeweils in der ICH-Perspektive behandelt, so dass man als Leser immer nah dabei ist.

 

D.D. Warren gerät in dieser Story etwas ins Hintertreffen und bleibt im Hintergrund. Viel Ermittlungsarbeit passiert hier nicht, das hat mich ein wenig gestört. Vor allem in der ersten Hälfte. Protagonistin ist ganz klar: Flora. Und die fand ich tough. Zwar schon etwas seltsam, aber das musste sein, schließlich war sie 472 Tage ihrem Peiniger ausgeliefert. Alles andere wäre unglaubwürdig gewesen. Aber wie sie es schafft, aus wenigen Mitteln passende Waffen zu haben – das ist schon fast eines Mc Gyver würdig.

 

 

Alles in allem ein Buch, das gut unterhält, am Anfang aber einige Längen aufweist.