Der Titel erschließt sich mir bei dem Buch nicht ganz, aber ich war hin und weg von der Handlung.

 

Zwei Geschwister verschwinden in Stockholm und bald tauchen Fotos von ihnen in einem Forum auf. Die Fotos machen auf „heile Welt“ in einem Retroambiente. Psychotherapeutin Siri Bergman versucht, sich in den Täter zu versetzen, kommt aber nicht hinter seine Motive.

Die Handlung verläuft auf zwei Ebenen, die Gegenwart und die Vergangenheit des Täters. So hat der Leser den Ermittlern gegenüber einen klaren Vorsprung in Sachen Motivation. Denn der hat auch schon so einiges durchgemacht.

 

Fast tut einem der Täter ja leid. Als Kind seine Familie verloren und von Pflegeeltern herumgeschubst, sucht er doch nur nach Liebe. Und die würde man ihm ja auch gönnen. Wenn – ja wenn …

 

Das Buch entwickelt einen regelrechten Sog. Einmal begonnen mag man nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe mich regelrecht an den Seiten festgelesen und beinah noch eine Nachtschicht eingelegt, damit ich das Buch noch fertig bekomme. Die Suche nach den Kindern, die Wortmeldung des Täters, es war einfach alles stimmig und sehr interessant.

 

Was mir ein bisschen viel war in dem Fall, war Siris Privatleben. So viel und so verzweifelt war das noch nie.

 

Man kann diesen 5. Band auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher lesen, die Handlung ist in sich abgeschlossen.

 

Ein kleines Manko noch von Verlagsseite: Das Buch hat ziemlich viele leere Seiten. Kapitel optisch voneinander zu trennen ist ok, aber wenn, wie hier, nach 3-5 Seiten Kapitel 2-4 leere Seiten kommen, dann ist das doch etwas zu viel. Bitte an die Umwelt denken J

 

 

Fazit: unbedingt lesen!