Tom ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Nachdem ihn seine große Liebe verlässt, stürzt er in ein tiefes Tal. Er verfällt Drogen und hat eine Schreibblockade. Erst als er Billie trifft, eine Figur, die aus seinem letzten Roman „herausgefallen“ ist, schöpft er neuen Lebensmut. Doch Billie muss wieder zurück in ihr Buch! Ein Happy End scheint unmöglich.

 

Musso schreibt immer wieder sehr zauberhaft und auch die Idee mit dem Papiermädchen fand ich sehr gelungen. Fast hätte er auch mich überzeugt, dass Billie echt ist. Ein wenig Zauber fehlte mir allerdings in seinem neuesten Roman, der mich nicht so gepackt hat, wie die vorherigen Bände.

Vielleicht deshalb, weil ich keine richtige Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Die Einleitung ins Buch beschäftigt sich mit Zeitungsartikeln und Mails, um die Personen einzuführen, das fand ich etwas anstrengend und nicht so eingängig, wie eine durchlaufende Story.

 

Sehr schön hingegen fand ich die Geschichten in der Geschichte. Wie das Buch seine Reise um die halbe Welt antritt und die kleinen Nettigkeiten, die dahinterstecken, das hat mich sehr berührt.

 

Fazit: wieder ein überaus tolles Buch aus der Feder Mussos, leider mit ein paar kleineren Schwächen


Anna und Raphael sind ein glückliches Paar. Kurz vor der Hochzeit stellt sich jedoch heraus, dass Anna ein dunkles Geheimnis hat. Raphael muss das erst einmal verdauen  - doch als er wieder kommt ist Anna spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt, die Raphael nach New York führt. Doch was er dort herausfindet, hätte er nie zu träumen gewagt!

 

Ich liebe Mussos Bücher! Vor allem, wenn sie wie hier, nicht mit übersinnlichen Phänomenen daherkommen. „Das Mädchen aus Brooklyn“ ist spannend und nimmt den Leser mit. Warum und wohin ist Anna verschwunden? Lebt sie noch? Und wird Raphael sie finden? Fragen, die man sich von Anfang an stellt. Doch so leicht macht uns Musso die Auflösung dann nicht. In kleinen Häppchen finden Raphael und sein Freund Marc, ein ehemaliger Polizist, eine Spur, die schier unglaublich scheint.

 

Auch „Das Mädchen aus Brooklyn“ ist wieder sehr lebendig und anschaulich geschrieben. Die Erzählung wechselt aus der Ich-Perspektive von Raphael zu der von Freund Marc. Beide Handlungsstränge für sich sind sehr gut zu lesen und spannend geschrieben. Ihre Erkenntnisse ergänzen und verknüpfen sich und zwischendurch werden ihre bisherigen Fortschritte von Musso durch die Originalgeschehnisse unterlegt. Das fand ich einen geschickten Schachzug. So war der Leser immer bestens informiert und hatte gutes Kopfkino.

 

Am Ende wurden alle losen Fäden verknüpft, dennoch blieb ein winziges Stückchen offen. Aber ich fand das auch besser so. Denn mit der Wendung hätte ich so nicht gerechnet.

 

 

Für mich war das Buch wieder ein absolutes Highlight und viel zu schnell zu Ende.