Allan Karlsson ist wieder da. Das Leben auf Bali wird langsam langweilig und das Geld knapp. Eine Lösung muss her. Nicht ganz freiwillig geraten Allan und sein Freund Julius auf eine abenteuerliche Reise, die sie nach Nordkorea, Amerika, Deutschland und Afrika führt.

 

Die Story um den 101 Jährigen ist eingebettet in die aktuelle politische Lage, was mir persönlich teilweise etwas zu viel war. Mir fehlte ein Stückweit die Verschmitztheit von Allan. Mit unverbesserlichem Charme gelingt es Karlsson, der inzwischen 101 Jahre alt ist, sich aus allen brenzligen Situationen zu manövrieren. Allein dafür muss man ihn mögen. Auch wenn er manchmal etwas nervig daher kommt. Leider kommen diese Szenen in diesem Band etwas zu kurz und werden etwas überschattet von vielen Nebencharakteren und politischen Erklärungen.

 

Und hier bekommt wirklich jeder große Staatsmann sein Fett weg: Sei es Kim Jong-Il, Angela Merkel, Wladimir Putin und natürlich Donald Trump. Aber nie bösartig, immer mit einem Augenzwinkern. Über Jonassons unverwechselbaren Humor musste ich beim Lesen wieder einige Male schmunzeln. Ganz trocken und lapidar, aber treffend und wirklich witzig. Auch seine Protagonisten sind wieder fein herausgearbeitet und treffen den Nerv der Zeit. Die Einzelhändlerin, die ihre Särge anmalt, der Spargelverkäufer und natürlich Allan.

 

 

Fazit: Im Gegensatz zum ersten Band fühlte ich mich hier nicht ganz so gut aufgehoben, ich hätte gerne mehr von Allan und seinen Freunden gelesen als von der politischen Weltlage.