Der zweite Krimi mit Erlendur als jungem Ermittler.

 

Und nicht minder interessant als die Serie mit dem älteren.

 

 

 

 In einem abgelegenen Gebiet von Island wird die Leiche eines Mannes gefunden. Jeder Knochen in seinem Leib ist gebrochen und die Spur führt schnell zu einer Militärbasis im Westen des Landes. Doch dort mauern alle und auch die Militärpolizistin Caroline will sich nicht von Erlendur und seinem Kollegen (eigentlich ist es ja anders rum) Marian in den Fall verwickeln lassen. Doch scheinbar lässt es auch sie nicht los, denn sie findet eine winzige Spur.

 

Gleichzeitig lässt Erlendur der Fall der verschwundenen Dagbjörn keine Ruhe. Seit 20 Jahren bekommt er diesen nicht aus dem Kopf. Rein interessehalber sucht er ehemalige Verwandte und Freunde auf, um diesen Fall zu lösen.

 

 

 

Ich wusste nicht, dass es eine Serie mit dem jungen Erlendur geben wird, finde die Idee aber sehr gelungen. Wenn man die erwachsenen Krimis kennt ist man als Leser natürlich manchmal einen Schritt voraus. Aber gerade von Marian lese ich deshalb sehr gerne.

 

Auch hier zieht sich Erlendurs Faible für ungelöste Fälle wie ein roter Faden durch die Handlung. Verschwand doch vor Jahren sein jüngerer Bruder und seitdem empfindet der Kommissar Mitleid für die Hinterbliebenen und kniet sich in die alten Fälle.

 

Beide Handlungsstränge bekommen dieselben Räume im Krimi und passen gut zusammen. Mir hat der Strang mit Erlendur besser gefallen, vor allem halt auch weil der außerhalb des Militärstützpunktes stattfand. Der Mord an dem Isländer in der Kaserne war mir manchmal etwas nervig, weil die alle so dicht gemacht haben und man quasi nicht viel erfahren hat. Auch das Ende dieses Stranges war mir zu ungelöst.

 

 

Ich weiß jetzt gar nicht ob ich mehr vom bruddelnden alten Erlendur lesen möchte oder ob ich hoffen soll, dass Indridason diese junge Linie weiter fortführt. Mir ist glaube ich beides recht, denn ich lese den Autor sehr sehr gerne