Die Fortsetzung der Ostpreußensaga. Band 2

 

Frederike hat ein schweres Los: von ihrer Mutter in eine Ehe gedrängt, die sie unglücklich macht, muss sie nach dem Tod ihres Mannes das Gut ganz alleine führen. Anfängliche Schwierigkeiten löst sie mit großem Mut und kämpferisch und bald steht auch eine neue Liebe ins Haus. Doch dann beginnt der Zweite Weltkrieg und Frederike muss wieder kämpfen.

 

Die Handlung schließt fast nahtlos an den ersten Band an. Sehr traurig hat mich Frederikes Schicksal gemacht, da ja kein Ausweg in Sicht war. Der Mann totkrank und sie an ihn gefesselt, obwohl sie einen anderen Mann liebt. Ich fand die Beschreibung sehr emotional und mitreißend.

 

Renk erzählt sehr flüssig, man fliegt förmlich durch die Seiten. Ein schweres Thema, wie sie selbst im Nachwort verrät, war der Ausbruch des Krieges und an der schweren Zeit, die durch das Dritte Reich verursacht wurde. Man merkt ihren Zeilen an, dass sie gut recherchiert und das Leid mit dem Schreiben mit aufgearbeitet hat.

 

Das Ende wartet wieder mit einem bösen Cliffhanger auf und wir dürfen gespannt sein auf den 3. und finalen Band, der im Juni 2018 unter dem Titel: „Die Zeit der Kraniche“ erscheinen wird. 


Ostpreußen, zwischen den Weltkriegen.

 

 

 

Auf Gut Fennhusen lebt die 11 –Jährige Frederike ein sorgloses Kinderleben zusammen mit ihren Geschwistern. Schon damals verliebt sie sich unsterblich in den älteren Ax.

 

Acht Jahre später ist Frederike erwachsen geworden und kehrt zurück auf das elterliche Gut. Doch da sie nur die Stieftochter des Gutsherrn ist, steht ihr kein Erbe zu. Dennoch wird sie liebevoll wieder aufgenommen. Ihre Mutter jedoch ist auf der Suche nach einer guten Partie für sie – und da trifft es sich gut, dass Ax noch ledig ist. Aber was ist sein Geheimnis?

 

 

 

Die Autorin versteht es blendend, die damalige Zeit zum Leben zu erwecken. Ihre Charaktere sprühen vor Lebendigkeit und Authentizität, was es zu einer Freude macht, das Buch zu lesen. Die Handlung spielt einmal in der Kindheit von Freddy, wo der Leser mehr über die Führung eines Gutshofes und das Leben zur damaligen Zeit erfährt. Der zweite Teil handelt dann 8 Jahre später von Freddys Suche nach der Liebe.

 

 

 

Noch authentischer wird das Buch durch die Tatsache, dass es auf realen Geschehnissen basiert. Vor allem hat mich fasziniert, dass die Reise mit der Eisenbahn durch polnisches Gebiet führt – und dann jeweils der Zug versiegelt wird. Schön – schaurig! Was ich allerdings ein wenig vermisst habe ist die Tatsache, dass den Gutsherren und Frederike immer alles gelingt. Nie geht etwas schief. Das macht die Handlung doch ein wenig unglaubwürdig.

 

 

 

Das Ende fand ich fast ein wenig traurig und offen, jedoch verspricht Renk eine Fortsetzung auf die ich mich schon sehr freue.