Sergeant Lindsay Boxer und ihre Freundinnen in ihrem nunmehr 13. Fall.

Lindsay ist ganz schön gebeutelt: ihre erklärte Feindin ist wieder da und sinnt auf Rache. Und das während sie doch gerade einen verrückten Mörder jagt, der Bomben in Hamburger packt und die Leute von innen explodieren lässt. Und dann wird auch noch das Kreuzfahrtschiff ihrer besten Freundin gekapert. Umso besser, dass sie die Nerven behält und eine erste Spur zum irren Mörder findet. Doch die wilde Jagd ist noch lange nicht zu Ende.

 

Also eins vorweg: ich liebe Action in Büchern, aber die hier war mir fast doch etwas viel. Die Jagd nach dem Bombenleger, Mackie ist wieder da und dann auch noch die Geiselnahme auf dem Schiff? Puh, harter Tobak. Aber sorgte schon dafür, dass man das Buch kaum aus den Fingern legen mag. Denn ständig passiert ja etwas. Patterson lässt einem keine Zeit zu verschnaufen, wie in einer Achterbahn geht es zu. Hoch und höher und erst  ganz am Ende die erlösende Schussfahrt mit dem Showdown. Der ist dann fast ein wenig schnell zu Ende.

 

Der Womens Murder Club ist mir mit den Jahren sehr ans Herz gewachsen. Ich bin mit den Frauen durch alle Hochs und Tiefs gegangen und finde es besonders schön, dass (fast) alle mittlerweile ihr Glück und die große Liebe gefunden haben. Patterson findet hier genau die richtige Balance zwischen Familienleben und der Krimihandlung.

 

 

Pattersons Bücher lesen sich immer sehr schnell. Das ist erstens der Spannung geschuldet, zweitens der rasanten Schreibweise und drittens auch den kurzen Kapiteln, die dazu verleiten, immer noch schnell „nur noch eins“ zu lesen. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Buch und auf Lindsay, Clare, Cindy und Yuki!! 

 

 

 



Ein Mord in einem Massagesalon ruft Alex Cross auf den Plan. Scheinbar willkürlich erschießt ein Mann mehrere Menschen und flieht. Gleichzeitig hat es Alex‘ Frau Bree mit einem doppelten Fall von Kindesentführung zu tun. Durch einen anonymen Drohbrief an Cross finden die beiden einen Zusammenhang und kommen den Tätern auf die Spur. Und merken vor lauter Arbeit gar nicht, dass sie selber ins Visier eines Psychopathen gelangt sind. Erst als es zu spät ist…

 

 

 

Wer hasst Cross so sehr, dass er ihm das antut? Genau das fragt sich mein Lieblingsdetective wohl auch, als seine Familie in Gefahr gerät. Der Leser ist ihm hier einen Schritt voraus, denn bereits im ersten Kapitel, folgt die Auflösung. Dafür wird die Auflösung des Ganzen ganz ans Ende gedrängt und in dem vorliegenden Band auch nicht aufgeklärt. Der Leser muss also bis zum nächsten Band auf die Befreiung warten. Was für ein fieser Cliffhanger! Eigentlich dreht sich dieses Buch hauptsächlich um die Taten des Mehrfachmörders. Zugegeben, die sind auch grausam und schlüssig ausgeführt, aber mich hat es dennoch etwas geärgert, dass der Hauptplot noch eine Fortsetzung im nächsten Buch finden muss. Vor allem, weil das Ende wirklich richtig, richtig Schreckliches für Alex Cross bereit hielt und weil der Klappentext eigentlich eher die Handlung des Psychopathen aufgreift. Der Klappentext ist somit etwas unglücklich gewählt.

 

 

 

Super gefallen haben mir jedoch Sunday und seine Freundin. Wie die Katz und Maus mit Cross spielen, nur um dann feststellen zu müssen, dass Cross ihnen doch dichter auf den Fersen ist als sie dachten, das war super geschrieben und ich mochte die kruden Gedanken der beiden sehr gerne.

 

 

 

Auch eine weitere Story aus einem der letzten Bücher wird noch weiterverfolgt: das Verschwinden von Stieftochter Ava, die sicher auch noch im nächsten Band vollends geklärt wird. Für mich war dieses Buch deshalb etwas „unrund“ und nicht so zufriedenstellend aufklärend wie die letzten Bücher. Eigentlich sollte man Evil und Devil (das im September 2017) erscheint direkt hintereinander lesen.

 

 

 

 

 

Sein neuer Fall ist auch sein persönlichster!

Ein alter Bekannter macht Jagd auf Alex Cross. Er will ihn tot sehen, aber vorher will er ihn noch persönlich vernichten! Alex merkt nicht, dass er abgehört wird und hinkt seinem Widersacher so immer einen Schritt hinterher. Zudem hat er noch an einem Fall zu nagen, der auch nicht ohne ist: ein Mörderpaar verübt scheinbar ziel- und planlos Morde an jungen Menschen. Kann Alex die Täter stoppen?

 

 

 

Die Art wie sich Alex‘ Widersacher an ihn heranmacht ist perfide, aber wirksam. Seine Rufmordkampagne, sowie einige persönliche Seitenstiche, bringen Alex in Verruf und fast um seinen Job. Auch der 20. Alex Cross‘ ist alles andere als langweilig! Kurze Kapitel halten das Tempo des Buches wieder sehr hoch und machen das Lesen zu einem Vergnügen. Pattersons Schreibstil ist mitreißend und so flüssig, dass sich das Buch wieder einmal wie von selber liest. Seine Charaktere wachsen einem immer mehr ans Herz, blöd nur, wenn dann einer auf einmal nicht mehr dabei ist, was ich sehr bedauert habe.

Den bösen Gegenpart im Roman nimmt hier ein Journalist ein, der vor Jahren – vermeintlich durch Alex Schuld – seine Frau verloren hat. Zugegeben, ein wenig weit hergeholt und auch seine Taten sind nicht immer schlüssig, aber mir hat dennoch gefallen, wie schlau er vorging und wie heftig sein Hass war.

Fazit: 20 Bände Alex Cross, 20 mal Hochspannung, 20 mal pures Lesevergnügen, 20 mal lesen ohne Pause – ich freue mich schon auf Fall 21.

 

 

 

 

Der Womens Murder Club ist zurück. Im nunmehr 12. Fall bekommen es Lindsay Boxer und ihre Freundinnen mit unterschiedlichen Fällen zu tun: Lindsay, gerade Mutter geworden, wird von einem Serienkiller benutzt um zu fliehen. Yuki muss vor Gericht beweisen, dass ein Mann seine Frau und seine Tochter getötet hat – doch plötzlich taucht die Tochter quicklebendig im Gerichtssaal auf. Und dann ist da noch Claire, der eine Leiche aus der Gerichtsmedizin abhandenkommt. Jede für sich hat also alle Hände voll zu tun, um ihren Fall abzuschließen. Und dann ist da noch die Sache mit Cindy und ihrer Beziehung zu Rich.

 

Und genau das ist es, was mir etwas aufstößt. In den bisherigen Büchern war mehr Gemeinschaft zwischen den Frauen zu spüren. Jetzt macht jede ihr eigenes Ding und als Leser hatte ich fast das Gefühl, dass hier eine Aneinanderreihung von Fällen konstruiert wird, um das Buch zu füllen. Das Verschwinden der Leiche passt so gar nicht zum restlichen Buch und nimmt auch kaum Raum ein. Auch die anderen beiden Fälle sind zwar durchaus interessant, aber eher jedes für sich gesehen und jeweils aus dem Zusammenhang gerissen. Ein roter Faden durch die Handlung fehlt mir einfach.

Wobei ich jetzt nicht sagen will, dass das Buch schlecht geschrieben ist. Im Gegenteil. Lindsays Geburtserlebnis, die ersten Wochen mit dem schreienden Baby – hier erkennt sich so manche Mutter wieder und Sympathieträgerin ist Lindsay ja vom ersten Buch an. Auch die anderen Frauen, samt Privat – und Liebesleben, sind dem Leser schon sehr ans Herz gewachsen und man möchte sie nicht mehr missen. Was eben fehlt sind die Treffen der früheren Bücher, in dem die Frauen sich so herzhaft austauschen und Spaß haben.

Besonders überrascht hat mich allerdings der Fall des englischen Professors und dessen Auflösung. Hier hat Patterson wieder mal seine ganze Phantasie spielen lassen und wartet am Ende mit einer Begebenheit auf, die verblüfft.

Fazit: Der 12. Fall des Womens Murder Club gerät eher zu einer, bzw. 4 One-Woman-Show(s), was ein wenig schade ist, weil die 4 Frauen gemeinsam sonst unschlagbar sind..

 

 

 

Ganz schön viel zu tun fürs Private-Team. Mehrere Morde in Hotels, ein gestohlener Medikamentenlaster, ein aufgedrehter Promi und nicht zuletzt der Verdacht an Jack Morgan: er soll seine ehemalige Geliebte getötet haben. Ein perfider Plan schiebt ihm diese Tat in die Schuhe, doch Jack macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Ein erster Verdächtiger ist schnell gefunden, doch der hat ein Alibi. Auch die anderen Fälle erweisen sich als durchaus knifflig für Jacks Team. Doch einer nach dem anderen Faden wird aufgedröselt, jeder Spur nachgegangen und so wird auch am Ende alles gut. Alles?

 

Lest selbst! Denn wieder mal ist es James Patterson gelungen, ein Buch zu schreiben, das fesselt. Zwar hatte er schon spannendere und interessantere, aber dennoch mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Kurze Kapitel sorgen – wie immer – dafür, dass man immer noch „schnell“ noch eins liest und einige Pageturner lassen einen den Atem anhalten. Mir persönlich war es aber fast ein wenig zu viel, was alles in das Buch gepackt wurde. Mir hätte ein Fall gereicht, der gerne noch ausführlicher hätte geschildert werden dürfen. Ich mag es auch, wenn die Protagonisten selbst in Gefahr geraten, das macht alles noch viel spannender. Davon war hier leider nichts zu lesen und auch der Anfang hat mich ein wenig gelangweilt, weil man als Leser gleich von der Unschuld wusste.

 

Jack kommt als Protagonist auch nicht sonderlich sympathisch rüber. Seine diversen Frauenabenteuer zeigen einen wankelmütigen Typen, immer auf der Suche nach Liebe. Was mir allerdings besser gefällt als Alkohol- oder Drogenprobleme der Ermittler.

Für mich ist es das erste Buch aus der Private-Reihe, aber sicher nicht das letzte.

 

Fazit: ich lese Patterson einfach gerne. Immer wieder!

 

 

Auf der Flucht

 

Reporter Ben soll bei seiner Freundin Diana Überwachungskameras installieren und wird Zeuge eines Mordes. Doch wie soll er das beweisen? Völlig fertig flieht er erst einmal vom Schauplatz des Geschehens und dies erweist sich auch als richtig. Denn Ben soll als Schuldiger fungieren. Doch wer steckt hinter allem? Und lebt Diana tatsächlich noch? Hier mischen die ganz Großen mit und Ben sieht nur eine Chance  - zu bluffen und untergetaucht zu bleiben. Allerdings erweist sich die Sache als gar nicht so einfach und Ben wird immer tiefer in einen Strudel aus Spionen, Geheimdiensten und übermächtigen Staaten hineingezogen.

 

Wenn man auf S. 24 schon das 6. Kapitel beginnt, dann weiß man, dass man ein Buch von James Patterson liest. Doch gerade diese kurzen Kapitel verleiten einen, das Buch schneller zu lesen als man wirklich vorhatte. Noch eins, sind ja nur ein paar Seiten denkt man sich – und dann endet das nächste Kapitel wieder mit einem Cliffhanger und man muss unbedingt noch eins lesen…

 

Ben erzählt in der Ich-Form, was ja schon impliziert, dass er am Ende Erfolg haben wird, zumindest dass er überlebt. Nur liegen viele schwere Steine auf seinem Weg und mächtige Nationen sind hinter ihm her, die natürlich ganz andere Möglichkeiten haben als er. Alle Freunde werden bedroht, seine Konten gesperrt, seine Wohnung durchsucht – doch Ben lässt sich nicht unterkriegen und trifft durch Zufall genau ins Schwarze. Bens Art hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht, die Handlung war spannend erzählt und seine Denkweise lockerte das Geschriebene dann zwischendurch wieder etwas auf, so dass man als Leser kurz durchatmen konnte.

 

Patterson schreibt seine Bücher fast so schnell wie man sie liest, doch das merkt man den wenigsten an. Auch hier war gute Recherche vonnöten, spickt er doch das ganze Buch mit Filmzitaten, Schauspielern und ihren besten Filmen und Filmreihen, die der Held mochte. Manchmal haben diese ein bisschen abgelenkt, aber unterm Strich fand ich sie dann doch passend. Machten den „Held“ ein bisschen menschlicher.

 

Fazit: Wieder ein gelungener Thriller, der von der ersten Seite an zu fesseln vermag