Amelia Sachs und Lincoln Rhyme ermitteln wieder. Amelia ist auf der Jagd nach einem Mörder, Lincoln, der bei der Polizei aufgehört hat, versucht sich in einem Zivilprozess. Bald stellt sich heraus, dass beide im selben Fall tätig sind: der vermeintliche Unfall war ein Mord. In schneller Folge geschehen weitere Morde und das Team ist wieder einmal ganz schön gefordert.

 

Und dann taucht auch noch jemand aus Amelias Vergangenheit auf…

 

Ich lese Deaver schon lange, vom ersten Buch an. Und kann es immer kaum erwarten, bis ein neuer Band erscheint. Auch dieses Mal habe ich sehnsüchtig dem Erscheinungstermin entgegengefiebert und wurde nicht enttäuscht.

 

Zugegeben: Deaver packt einiges in sein neues Buch. Die Mordfälle, der Schadensersatzfall, eine neue Person, ein alter Fall und dann auch noch Amelias Ex-Freund. Aber kein anderer würde schaffen, was Deaver spielend gelingt: das alles so zu verweben, dass keine Langeweile entsteht und dass alle Rädchen nahtlos ineinander greifen. Anfangs war ich dennoch etwas enttäuscht. Was mir noch nie passiert ist, dass ich bei einem Rhyme/Sachs-Buch so lange für den Einstieg gebraucht habe. Denn das Buch lässt sich lange Zeit, bis es so richtig spannend wird. Ewig doktern die Ermittler an dem Fall der Rolltreppe herum. Erst als feststeht, das war gar kein Unfall, und als der Mörder schnell neue Taten begeht, wird es so richtig spannend und ab da konnte ich das Buch auch nicht mehr zur Seite legen.

 

Sehr schön fand ich auch die Einführung des neuen Charakters Juliette Archer, die sich auf ein Leben im Rollstuhl vorbereitet. Ein wenig vorhersagbar war dann jedoch die Situation am Schluss, dennoch hatte ich Herzklopfen bei der Szene in Rhymes‘ Wohnzimmer.

 

In Einschüben erzählt der Täter, doch sein Motiv bleibt im Dunkeln und am Ende überrascht uns der Autor noch mit einer netten Wendung.

 

Ich liebe die Fälle von Rhyme und Sachs. Unter anderem auch deshalb, weil neueste Methoden und auch digitale Ermittlungen stattfinden. Dieser Fall bietet noch einiges mehr an Modernität.

 

Fazit: nach anfänglichen Startschwierigkeiten ein Buch, das fesselt. 

 

 

 

 

 


Scheinbar wahllos pickt sich ein Mann Orte heraus, um dort Menschen in Panik zu versetzen und diese eventuell sogar sterben zu sehen. Kathryn Dance gerät rein zufällig in die Ermittlungen und hinkt dem Täter immer einen halben Schritt hinterher. Denn selbst der Täter muss zugeben: Kathryn ist schlauer als er dachte. So erfindet er einen perfiden Plan, um sie loszuwerden. Doch Kathryn ist auf der Hut…

 

 

 

Wieder einmal ein Abenteuer von Jeffery Deaver, das ich an einem Tag verschlungen habe. Zugegeben: das Duo Rhyme/Sachs gefällt mir noch besser, aber auch seine Heldin Dance habe ich ins Herz geschlossen.

 

 

 

Der vorliegende Fall ist wieder ein super Einfall des Autors. Ein Täter, der mit der Angst seiner Mitmenschen spielt und sich daran aufgeilt. Seine Handlung ist erneut überaus schlüssig geschildert, flüssig geschrieben, mitreißend erzählt und am Ende werden alle Fäden logisch zusammengeführt und aufgeklärt. Auch Dances‘ Privatleben kommt nicht zu kurz, überschattet aber nicht den Hauptfall und auch dieses Mal darf Kathryn all ihr Können zeigen und Deaver führt den Leser ein ums andere Mal auf eine falsche Fährte.

 

 

 

Ganz besonders genossen habe ich jeweils die Schilderungen an den jeweiligen Tatorten. Die Panik war spür- und erlebbar und ich flog nur so durch die Seiten. Deaver gönnt einem keine Atempause, peitscht den Leser durch sein Buch und man mag es kaum aus der Hand legen, um gelegentlich mal einen Schluck Wasser zu trinken oder das Essen zu kochen.

 

 

 

Fazit: wieder einmal ein Deaver ganz nach meinem Geschmack. Raffiniert und spannend.

 


Der mittlerweile 11. Band um den gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs.

 

Der Giftzeichner, so genannt, weil er seine Opfer mit Gifttattoos tötet, scheint keinem konkreten Plan zu folgen, was es Lincoln Rhyme anfangs sehr schwer macht, seinen Beweggründen zu folgen und ihn aufzuspüren. Der Täter mordet weiter und Sachs und Rhyme kommen ihm zwar nahe, aber eben doch nicht ganz. Und der Killer genießt es, dass er beiden immer wieder entkommen kann. Wer wird am Ende der Klügere sein? Die Ermittler oder der Mörder?

 

 

Die Bücher von Jeffery Deaver sind wie nach Hause kommen: sofort ist man drin, sofort findet man gute Freunde in den Protagonisten wieder und die Bücher lesen sich irgendwie von selbst.

 

Der Aufbau des Buches ist wieder sehr gelungen. Zuerst der Mord an der jungen Frau, Schnitt zu Lincoln Rhyme und Fundort und schließlich Einsichten in die Psyche des Täters. Dies kombiniert mit kurzen Kapiteln und vielen Cliffhangern macht das Buch wieder einmal unverwechselbar und schnell. Vor allem die Abschnitte, in denen der Täter agiert fand ich sehr gut, weil man da den Ermittlern ein wenig voraus ist. Aber auch die Art und Weise wie Rhyme und Sachs den Fall angehen hat mich begeistert. Der Täter macht immer wieder Fehler, trotzdem gelingt ihm auch immer wieder die Flucht und Rhyme und Sachs haben das Nachsehen. Ein raffinierter Ermittler vs. einen raffinierten Mörder – das bringt Spannung und Lesefreude. Schon gespannt wartet der Leser am Ende auf die Deaver-typische Wendung, und er wird nicht enttäuscht.

Und bekommt zusätzlich schon einen kleinen Happen zum nächsten Fall von Rhyme und Sachs hingeworfen, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

 

Fazit: Deaver immer noch in Bestform. Jedes seiner Bücher ist absolut lesenswert und mit dem vorliegenden Band hat er sich wieder selbst übertroffen.