Posy erbt einen kleinen Buchladen mitten in London. Doch nicht nur das: sie erbt den Enkel der Besitzerin gleich mit. Und der ist ein richtiges Ekel. Während Posy den Buchladen neu aufpeppt, wirft ihr Sebastian dauernd Steine vor die Füße und ein „Nein“ zählt für ihn nicht. Posy macht das rasend, aber verfolgt Sebastian damit einen bestimmten Zweck? Und wird sie mit ihrem Lädchen Erfolg haben?

 

 

 Ein zauberhaftes Buch. Zwar anfangs auch etwas traurig mit dem Tod von Lavinia, aber ich mochte es, wenn die Fetzen zwischen Posy und Sebastian flogen. Die beiden schenkten sich wirklich nichts und man spürte förmlich die Funken fliegen. Aber auch so ein leichtes Knistern und Kribbeln. Auch die Nebendarsteller sind sehr liebevoll gezeichnet. Tattoo-Nina und Verity. Zwei gescheiterte Existenzen, für die Posy von nun an verantwortlich ist. Oder Posys Bruder Sam, der kleine Computer-Nerd. Alle wirken authentisch und sympathisch, sind der Autorin sehr gut gelungen.

 

Ich mochte es außerdem sehr gern, wie Posy die Dinge angegangen ist und sich ihren Traum eines Buchladens, spezialisiert auf Liebesromane, erfüllt hat. Sie hatte wirklich zu kämpfen und man spürte beim Lesen schon die Wandlung die sie durchmachte. Von der einfachen Angestellten, über die Eigentümerin mit Träumen bis hin zur toughen Unternehmerin, die ihre Pläne durchzieht. Ein paar Handlungsstränge hätte es in meinen Augen nicht gebraucht. So fand ich diesen Fiesling Brocklehurst unnötig und auch den Roman, den Posy über Sebastian schreibt, hätte ich nicht haben müssen. Obwohl der dann ja noch eine Schlüsselrolle bekommt und für den weiteren Verlauf wichtig ist.

 

Der kleine Laden der einsamen Herzen ist der Beginn einer Serie und ich freue mich schon darauf, mehr von Posy und Sebastian, aber auch von Sam, Little-Sophie, Verity, Nina und all den anderen, aber auch mehr von „Happy Ends“ dem neuen Buchladen zu lesen.