Ein Pärchen, das Männern, die in Scheidung leben, eine Falle stellt. Doch auf einmal geht etwas schief und der Mann wird erschossen.

 

Das ist der Auftakt zum neuen Thriller von Harlan Coben, der auf meiner Wunschliste immer ziemlich weit oben steht. Allerdings konnte mich dieses Buch jetzt nicht so wirklich überzeugen. Die Handlung plätschert über lange Strecken vor sich hin und bleibt erst einmal geheimnisvoll. Was ja nicht schlimm ist, wenn dann die Ermittler den Tätern so langsam auf die Schliche kommen. Aber hier dauerte mir das alles viel zu lange. Auch dass der Erzähler immer seinen Bruder anspricht, hat mich befremdet. So kam ich mir als Leser oft mit „Du“ angesprochen vor.

 

Teilweise verliert sich der Erzähler auch in seinen Gedanken, was für einen weiteren Gähn-Effekt sorgt.

 

Ansonsten lässt sich das Buch gut lesen. Cobens Schreibweise ist anschaulich und seine Charaktere haben mir auch gut gefallen. Und als dann auch noch ein alter Bekannter aus seiner Bolitar-Reihe auftaucht, hat mich das positiv überrascht. Auch die Story ist nicht schlecht. Dass ein Ereignis aus der Jugendzeit noch nach so langer Zeit seine Schatten wirft und in welcher Weise ist gut nachvollziehbar.

 

Fazit: Eigentlich gut zu lesen, aber mit einigen Längen. 

 

 

 


Ein Krimi im Bereich der Cyber-Kriminalität.

 

Adam Price hat alles, was man sich wünschen kann: glückliche Ehe, zwei gesunde Söhne, Haus und Arbeit. Doch eines Tages stürzt alles über ihm zusammen, als ein Fremder ihn anspricht und mit einem Ereignis aus der Vergangenheit konfrontiert. Adam beginnt zu recherchieren und als seine Frau verschwindet, versucht er verzweifelt, sie zu finden. Er gerät immer tiefer in einen Sumpf aus Lügen und XXXX und dann passiert auch noch ein Mord!

 

Ein Thriller mit einem Wahnsinnstempo und einem Spannungsbogen, der von der ersten bis zur letzten Seite anhält. Sicher, Adam handelt unlogisch, bezieht die Polizei nicht ein, aber für die Spannung ist das unabdingbar und Coben entwickelt wieder ein Szenario von dem man anfangs denkt „wie soll das funktionieren?“ Nach und nach dröselt er die Situation dann zur Zufriedenheit des Lesers auf. Nur das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht.

 

 

Neue Technologie macht den Thriller sehr interessant und aktuell. Eine Technikfirma, die es sich zur Aufgabe macht, Gerechtigkeit zu suchen und davon lebt, dass sie ihre Kunden ausspioniert und erpresst. Ein toller Einfall des Autors und in einer Art aufgebaut, die fesselt und den Leser fasziniert. Was heute technisch machbar ist, ist also nicht nur Segen, sondern auch Fluch, wie Coben spannend darstellt. Seine Charaktere sind ganz normale Menschen. Wie Ich und Du – und dennoch haben sie alle ein dunkles Geheimnis.

 

Fazit: lesen! Man wird es nicht bereuen! 

 

 

 

 

Ein Knallerbuch!

Von Harlan Coben bin ich ja sowieso ein begeisterter Leser, aber dieses Buch hat wieder einmal alle Erwartungen übertroffen.

 

Kat ist Polizistin und Single. Seit Jeff sie damals verlassen hat, kam die Liebe nicht mehr zu ihr. Auf einer Datingseite findet sie ein Profil von Jeff und nimmt wieder Kontakt auf. Doch damit bringt sie einen Stein ins Rollen, der sich nicht so leicht stoppen lässt. Immer tiefer gerät sie in dubiose Kreise und auch der Tod ihres Vaters sieht auf einmal so aus, als wäre der Täter doch ein ganz anderer. Und dann ist da auch noch Brandon, dessen Mutter verschwunden ist – und nicht nur die. 

 

Zunächst klingt diese Inhaltsangabe sicher verwirrend, die vielen Personen und Stränge, aber der Autor baut die Story von Anfang an klar und logisch auf. Anfangs laufen auch noch zwei Handlungsebenen, die sich erst nach und nach verknüpfen, aber beide haben es in sich. Auf der einen Seite Kat, auf der anderen die verschwundenen Menschen, die alle bei einem Datingportal ihr Glück suchen. Und natürlich der Killer dahinter, der so ganz und gar mitleidlos ist. 

Kat fand ich von der ersten Seite an sympathisch gezeichnet, andere Handelnde konnte ich nicht so richtig einschätzen. Da ist zum Einen schon mal Kats Chef – hat der auch Dreck am Stecken? Bis zum Ende wird man im Ungewissen gelassen, was es nun mit dem Tod von Kats Vater auf sich hat und wer der Mörder war. Vermutet habe ich diesen erst ganz am Ende, was auch für einen sehr gelungenen Thriller spricht. Auch Brandons Mutter, Dana, die sich so tapfer wehrt – hier spürt man förmlich ihren Schmerz, als sie über den Waldboden rennt. 

 

Harlan Coben hab mir wieder einmal viele spannende Lesestunden beschert und ich hoffe, dass bald wieder ein Buch von ihm erscheinen wird.